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Ohren auf – David Lloyd @LRFT19

Wer schon einmal versucht hat, nichts zu hören, wird festgestellt haben: Das geht nicht! Während wir die Augen schließen können, um nichts zu sehen, ist es nicht möglich unsere Ohren einfach abzuschalten. Und genau das können Radiomacher hervorragend für sich nutzen, sagt David Lloyd. Er ist seit 35 Jahren in der britischen Radioszene unterwegs – als Moderator, Programmchef und mittlerweile als Berater und Coach – und hat sich in dieser Zeit intensiv mit dem Hörverhalten der Radiohörer beschäftigt.

Bei den LOKALRUNDFUNKTAGEN 2019 zeigt er den wissenschaftlichen Ansatz dazu: Wie sich Audio auf unser Gehirn auswirkt und was das für den Sound des Radios bedeutet.

„Die Ohren saugen alles auf, was sie hören und erst das Gehirn filtert dann, was relevant ist und was nicht“, sagt David Lloyd. Das bedeute im Umkehrschluss: Radiomoderatoren müssen dem Gehirn relevanten, aber auch wiedererkennbaren Input geben. Denn das Gehirn erinnert sich an alles, was es einmal gehört hat – wir hören z.B. einen Song, eine Stimme oder einfach ein Geräusch und unser Gehirn kramt aus einem Versteck eine Erinnerung hervor: Sei es eine bestimmte Situation, wie der erste Kuss, oder ein Gefühl. Das Gehirn hört einen bekannten Sound und denkt sich: Ich weiß, was hier passiert! Ein klarer Vorteil für Radiosender, die mit Station-Voice, Jingles & Co. bei den Hörern etwas bereits Bekanntes in Erinnerung rufen können.

Ein weiteres Phänomen ist laut Lloyd, dass das Gehirn keine Frage ignorieren kann. Auch wenn wir eine Frage nicht verbal beantworten, in unserem Kopf liefern wir uns selbst die Antwort. Und auch das müssen Radiomacher nutzen.

Wie, das erzählt Lloyd am 2. Juli bei den #LRFT19 in Nürnberg. Und weil Radioleute Teaser lieben, gibt es hier einen ersten Eindruck von David Lloyd bei der Next.Radio-Konferenz 2018 in London: