Workshop
Hörfunk

How new technology
makes better radio

Dienstag, 5. Juli 2011
13:30 - 14:30 Uhr
Saal Shanghai

Ein Vortrag von Radio-Futurologe James Cridland.

“What is the future of radio? And how can new technology give radio a bright future?” Der Engländer James Cridland stellt in seinem Vortrag auf den Lokalrundfunktagen die entscheidenden Fragen zur Zukunft des Radios. Um die neuen Entwicklungen auf dem Radiomarkt zu erkennen, verfolgt Cridland weltweit neue Trends und Innovationen. Als ausgewiesener Sachverständiger und New Media-Experte kennt er die Radiobranche seit zwanzig Jahren. So waren Virgin Radio oder die BBC in London Stationen seiner Karriere, aber auch die Entwicklung der Audio Blogging Plattform „Audioboo“. Auf seiner Plattform Media UK veröffentlicht er seine Erkenntnisse und bloggt über die Zukunft des Radios.

“Hear new ideas for radio from around the world, so you know what’s next.”

Moderation: Philipp von Martius, STUDIO GONG GmbH, Nürnberg

James Cridland zum Nachhören:

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James Cridland im Interview:

Bericht über den Workshop

How New Technology Helps Making Better Radio

PRESSEMITTEILUNG, 05. Juli 2011 ™ “Round All Around The World” sollte es laut Philipp von Martius, Geschäftsführer der Studio Gong GmbH und Moderator des Workshops „How New Technology Makes Better Radio“ gehen. Und der nachfolgende Vortrag von James Cridland, einem der führenden Radio-Futurologen sollte über Australien, den USA, nach UK gehen, dem Heimatland von Cridland. Eine innovative Reise, die aufzeigt wie neue Technologien dem Medium „Radio“ helfen können.

James Cridland betonte in seinem Vortrag wie sehr das Radio gegenüber dem TV in Sachen „Brandings“ aufholen muss. Es gibt nur sehr wenig Radiomarken, die weltweit bekannt sind, doch Radio lebt von der Programmvielfalt. Zum Beispiel die in Australien sehr populären „Pop-Up-Radio-Stations“, die sich dadurch auszeichnen, temporär, oft auch monothematisch, über ausschließlich einen Übertragungsweg On Air zu gehen. Das Konzept könne bei bestimmten Musikprogrammen („40 Jahre Beatles“) genauso herangezogen werden, wie bei dringlichen gesellschaftlichen Themen („Katastrophenradio“). „Try new ways of making radio, it won’t damage your main brand”, betonte Cridland im Bezug auf die Experimentierfreudigkeit der anwesenden Radiomacher.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei laut Cridland die richtige Kommunikation des Sendernamens bzw. seiner Identität. Es sei ein großes Problem, dass viele Sender nachgefragt bzw. gesucht, aber nicht gefunden werden. Das Internet dient dabei immer mehr als Teaser. 20% der Hörer von Virgin Radio, Cridlands ehemaligen Arbeitgeber, sind über das Internet auf den Sender aufmerksam geworden und konnten als Stammhörer über die UKW-Frequenz gehalten werden. Entscheidend ist dabei der Content, denn algorithmische Suchmaschinen fänden nur Text, keine Audiobeiträge.

Der RadioPlayer.co.uk, den Cridland mitkonzipiert hat, ermöglicht den Nutzern, nach Inhalten und nicht ausschliesslich nach Sendern zu suchen. Auf die Frage, ob der Radioplayer als App bereits für Tablets verfügbar sei, antwortete Cridland: „It’s not finished for toys, just for Desktop-Computers.“

James Cridland empfiehlt die Radiomarke mit verschiedenen Paketen zu erweitern und macht dies an mehreren Beispielen deutlich: So stellt er die australische Comedy-Station „Barry“ vor sowie die DAB-Projekte „BBC 1xtra“ und „BBC 6music“. Die in UK über verschiedene Übertragungsarten ausgeglichen gehört, wie der Referent statistisch nachweist. Cridlands Schlussfolgerung: Die Zukunft des Radios ist keine Entscheidung gegen eine Übertragungsart -  „The Future Of Radio Is Multiplatform“.

Zum Ende seines Vortrags stellt James Cridland sein neustes Projekt „Audioboo“ vor, welches den Hörer über eine interaktive App als „Reporter“ miteinbezieht, denn die menschlichen Aspekte sind nämlich immer noch entscheidend, ohne sie hilft die neueste Technologie nichts. Egal, ob in Dänemark, Australien, UK oder sonst wo.

Referenten

James CridlandMedia UK, London

James Cridland

James Cridland ist „Radio-Futurologe” und Geschäftsführer der Medien-Plattform Media UK. Er arbeitet seit 1989 für das Radio und ist sowohl als Texter, Moderator und Internet-Bera- ...

James Cridland ist „Radio-Futurologe” und Geschäftsführer der Medien-Plattform Media UK. Er arbeitet seit 1989 für das Radio und ist sowohl als Texter, Moderator und Internet-Bera- ter tätig. 2001 kam er als Leiter des digitalen Medienbereichs zu Virgin Radio in London und wechselte 2007 zur BBC, wo er die Entwicklung des „BBC iPlayer for radio” mitverantwortete. Ab 2009 arbeitete er unter anderem für die Audio Blogging Plattform „Audioboo” und andere europäische
Medienunternehmen, die er beim Umgang mit neuen Plattformen unterstützte. Cridland ist designierter Geschäftsführer des „RadioDNS Projekts” und wirkte auch als gefragter Sachverständiger und Juror bei einigen Branchenpreisen, unter anderem dem Sony Radio Academy Award, mit. Er lebt im Norden Londons und blogt über die Zukunft des Radios und Bier auf seiner Webseite james.cridland.net.

Philipp von MartiusStudio Gong, Nürnberg

2011 Philipp von Martius

Der Diplom-Volkswirt und Journalist Philipp von Martius startete seine Karriere in der Hörfunkbranche als Produktionsleiter und Moderator bei der Radio Media Hörfunkprogramm-Gesellschaft. Danach war er ...

Der Diplom-Volkswirt und Journalist Philipp von Martius startete seine Karriere in der Hörfunkbranche als Produktionsleiter und Moderator bei der Radio Media Hörfunkprogramm-Gesellschaft. Danach war er in verschiedenen leitenden Programmfunktionen von regionalen Hörfunkunternehmen, wie etwa der Antenne 1 in Stuttgart, tätig. Als Geschäftsführer der Stadtradio Gruppe in Baden-Württemberg, von Antenne Radio in Stuttgart und von Digital Radio Südwest, leitete er viele Jahre das operative Geschäft. Seit März 2001 ist er Geschäftsführer der STUDIO GONG GmbH sowie von weiteren Gesellschaften in der Gong-Gruppe. Den Jugendradiosender egoFM leitet Philipp von Martius als Geschäftsführer seit 2008.

 

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