Workshop
Hörfunk

Radio und Internet
Apps, Mobile & Web

Mittwoch, 6. Juli 2011
10:00 - 11:00 Uhr
Saal Seoul

Die Nutzung des Radios über das Internet steigt stetig und davon profitieren vor allem auch UKW-Radios. Wie Radio über Web und App genutzt wird, zeigt eine neue Studie. Eine immer größere Rolle spielen Smartphones und Tablets, über die sich Radio ganz neu präsentieren kann. Sender benötigen überzeugende Strategien für die mobile Nutzung.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Goldmedia, Berlin
Klaus Gräff, RBC GmbH, Hamburg
Ansgar Mayer, Axel Springer Akademie, Berlin
Albert Malli, ORF, Wien

Moderation: Mario Gongolsky, MediaClinic, Bonn

Prof. Dr. Klaus Goldhammer zum Nachhören:

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Klaus Gräff zum Nachhören:

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Dr. Ansgar Mayer zum Nachhören:

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Albert Malli zum Nachhören:

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Im Interview:

Bericht über den Workshop

Zwischen UKW und WWW – Wo liegt die Zukunft des Radios?

PRESSEMITTEILUNG, 06. Juli 2011 (ok) Durch neue Geräte und Technologien wächst der Webradiomarkt in Deutschland rasant. Für Programmverantwortliche ergeben sich daraus Chancen und Risiken. Wie die Zukunft des Radios aussehen könnte, wurde auf dem Workshop „Radio und Internet“ im Rahmen der Lokalrundfunktage diskutiert. Neben einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation der Webradios in Deutschland stand dabei die Praxis mobiler Webradio-Applikationen im Mittelpunkt.

Zunächst stellte Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia, die aktuellen Ergebnisse des Webradio-Monitors vor. Die Marktanalyse ergab auch dieses Jahr ein starkes Wachstum netzbasierter Hörfunkangebote. Demnach verzeichneten Webradios einen Zuwachs in der Nutzung um 57 % seit 2006, 80 % der Sender sind ausschließlich im Internet zu finden. Insgesamt werden in Deutschland gegenwärtig 3100 Webradios gezählt. Seit der letzten Analyse sei zudem ein erneuter Anstieg um 14 % festzustellen.

Anschließend präsentierte Klaus Gräff, Geschäftsführer des Webradiovermarkters RBC, die vorläufigen Ergebnisse einer Studie zur Webradionutzung. Demnach unterscheide sich die Nutzung internetbasierter Angebote nicht fundamental vom UKW-Radio. Allerdings entscheide sich der Hörer bewusst für das Programm. Radio aus dem Web sei somit zielgruppenschärfer, wenngleich es eher komplementär zu traditionellen Medien genutzt werde. Wichtig für Programmverantwortliche sei daher, dass bei der Nutzung zusätzlicher Plattformen ein Mehrwert für den Hörer erkennbar und der Inhalt nicht einfach dupliziert wird.

Albert Malli, stellvertretender Programm- und Senderchef von Ö3, erläuterte das Konzept und die Erfahrungen des eigenen Angebots im Internet. Der österreichische Sender besitzt eine außergewöhnlich große Facebook-Fangemeinde. Dies ließe sich nach Meinung des Radiomachers auf den unaufdringlichen Stil der Kommunikation zurückführen. Das Potential für Radiosender in sozialen Netzwerken sollte somit keinesfalls in der Absetzung von Werbebotschaften ausgeschöpft werden. Vielmehr ließen sich die Stärken von Social Media am besten durch authentische und zurückhaltende Interaktion mit den Hörern nutzen.

Von den Sendern entwickelte Applikationen für Smartphones und Tablets bieten ferner eine Möglichkeit, zusätzlich zum UKW-Betrieb Inhalte anzubieten. Wichtiger als der zusätzliche Kanal sei dabei die durch das Angebot gewährleistete zusätzliche Präsenz der Marke.

Basierend auf den Ergebnissen seiner Dissertation stellte Dr. Ansgar Mayer (Axel Springer Akademie) schließlich die Potentiale mobiler Audiomedien vor. Durch die All-in-One Ausrichtung der Smartphones und Tablets sei eine „neue Konkurrenzsituation“ entstanden, der die Sender begegnen müssen. Eine Smartphone App habe demnach Ansprüche an einen konkreten Mehrwert für den Hörer zu erfüllen. (Oliver Kohlmaier)

Referenten

Klaus GräffRBC GmbH, Hamburg

2011 Klaus Graeff

Der Diplom-Chemiker war von 1993 bis 1995 in der Redaktion von R.SH Kiel tätig, ehe er dann zu R.SH Hamburg ins Marketing wechselte. 1998 arbeitete ...

Der Diplom-Chemiker war von 1993 bis 1995 in der Redaktion von R.SH Kiel tätig, ehe er dann zu R.SH Hamburg ins Marketing wechselte. 1998 arbeitete Gräff für ein Jahr im Marketing- und Sponsoring-Bereich bei Premiere. Von 1999 bis 2000 war er für das Verkaufs-Projektmanagement bei der RMS in Hamburg verantwortlich. Seit dem Jahr 2000 ist er Geschäftsführer und Programmdirektor bei Radio NORA in Kiel. Neben dieser Tätigkeit war er von 2003 bis 2009 noch Geschäftsführer bei Audio News Network ANN GmbH, von 2006 bis 2009 Geschäftsführer der MACH 3 Marketing GmbH und der mir.) marketing im radio GmbH. Seit 2004 ist er zudem Geschäftsführer der RBC GbmH BUSINESS TO MEDIA CONSUMER.



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Albert MalliORF, Wien

2011 Albert Mali

Albert Malli  ist stellvertretender Programm- und Senderchef von Ö3. Er leitet den Bereich Neue Medien. Beim ORF begann Malli als Redakteur, Reporter und Moderator in der ...

Albert Malli  ist stellvertretender Programm- und Senderchef von Ö3. Er leitet den Bereich Neue Medien. Beim ORF begann Malli als Redakteur, Reporter und Moderator in der Ö3-Jugendredaktion und leitete später die  Jugendsendung „Zickzack“. Danach folgte ein Abstecher zu Ö1, wo er als Redakteur bei den Sendungen „Moment – Leben heute“ und „Diagonal“ mitarbeitete und „Von Tag zu Tag“ moderierte. Für Nora Frey leitete er drei Jahre lang die Sendung „Ö3-Freizeichen“ und wurde schließlich Chef vom Dienst bei Ö3. Seit 1997 ist er stellvertretender Senderchef des Hitradio Ö3 und hat maßgeblich die Neuausrichtung von Ö3 anlässlich der Einführung des Privatradios in Österreich gesteuert. 1990 erhielt Malli den Österreichischen Staatspreis für journalistische Leistungen im Interesse der Jugend für die Jugendsendung “Zick-Zack”, 1993 den “Prof. Claus Gatterer-Preis” für sozial engagierten Journalismus.

Dr. Ansgar MayerAxel Springer Akademie, Berlin

Dr. Ansgar Mayer

Dr. Ansgar Mayer ist Crossmedia- und Mobile Spezialist und verfügt zudem über langjährige Hörfunkerfahrung. Er war in leitender Funktion für die Hörfunk-Dienstleister BLR und RadioDienst ...

Dr. Ansgar Mayer ist Crossmedia- und Mobile Spezialist und verfügt zudem über langjährige Hörfunkerfahrung. Er war in leitender Funktion für die Hörfunk-Dienstleister BLR und RadioDienst tätig sowie Redaktionsleiter bei FAZ 92.4 München. Außerdem entwickelte er als Network-CvD das bundesweite Businessradio-Konzept der FAZ mit. Von 2004 bis 2006 verantwortete er als Studienleiter an der Journalistenschule ifp in München den Ausbildungsbereich Elektronische Medien und leitete deren Radio- und Fernsehstudio in Ludwigshafen. Seit 2007 verantwortet er den Bereich Crossmedia an der Axel Springer Akademie in Berlin. 2010 wurde das von ihm geleitete Projekt “Little Berlin” der Axel Springer Akademie mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Im Sommer 2011 wird seine Dissertation zu den Potentialen mobiler Audiomedien veröffentlicht, die die Radiozentrale unterstützt hat.



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Prof. Dr. Klaus GoldhammerGoldmedia, Berlin

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Klaus Goldhammer, Jahrgang 1967, gründete 1998 die Goldmedia GmbH Strategy Consulting in Berlin. Schwerpunkt der Goldmedia ist die Unternehmensberatung im TIME-Markt. Heute sind Teil der ...

Klaus Goldhammer, Jahrgang 1967, gründete 1998 die Goldmedia GmbH Strategy Consulting in Berlin. Schwerpunkt der Goldmedia ist die Unternehmensberatung im TIME-Markt. Heute sind Teil der Goldmedia-Gruppe die Goldmedia Sales & Services GmbH, die Goldmedia Custom Research GmbH, die Goldmedia Political & Staff Advising GmbH sowie die Goldmedia Innovation GmbH.

Seit 2011 ist Klaus Goldhammer zudem als Honorarprofessor für den Bereich Medienökonomie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin aktiv. Von 2004 bis 2007 war er Gastprofessor für Ökonomie und Massenkommunikation an der Freien Universität Berlin. Von 2003 bis 2004 war er als Professor für Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule in Köln tätig. Klaus Goldhammer hat in Berlin und London Publizistik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Er promovierte zum Thema „Hörfunk und Werbung“.

Mario GongolskyMediaClinic, Bonn

2011 gongolsky

geboren 1966 in Bonn, begann seine journalistische Karriere 1991 mit Artikeln rund um den internationalen Rundfunk. Zwischen 2000 und 2001 war er Chefredakteur der Zeitschrift ...

geboren 1966 in Bonn, begann seine journalistische Karriere 1991 mit Artikeln rund um den internationalen Rundfunk. Zwischen 2000 und 2001 war er Chefredakteur der Zeitschrift „Webradio“. Als freier Journalist arbeitete er unter anderen für „Spiegel Online“ und „Tomorrow“. Von 2003 bis 2007 produzierte er die Zeitschrift „reinHÖREN“, die sich mit dem Thema Digitalradio auseinandersetzte. Bis heute betreibt er die daraus entstandene Webseite www.rein-hoeren.de.

 

Partner der Lokalrundfunktage 2012