Workshop
Hörfunk

Erfolg mit Wort und Personality:
Programmstrategien für mehr Hörer

Dienstag, 5. Juli 2011
15:00 - 16:00 Uhr
Saal Shanghai

Wofür steht ein Radioprogramm? Für Verlässlichkeit des Formats mit viel Musik und kurzen Moderationsbreaks? Oder für die Moderatorenpersönlichkeiten, die genau diese Formatgrenzen aufbrechen? Erfolgreiche Radioprogramme zeigen Ecken und Kanten mit Shows, Personalities und Wort. Moderatoren sorgen für Spannung, Überraschung, Information und Unterhaltung im Radio.

Über Programmstrategien für mehr Hörer diskutieren:

Hans Blomberg, bigFM, Stuttgart
Martin Liss, ENERGY Deutschland, Berlin
Matthias Matuschik, Bayern3, München
Christoph Pöschl, Brand Support Media Research & Consulting, Schwaig

Moderation: Wolfram Tech, bci, Schwaig

Hans Blomberg zum Nachhören:

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Martin Liss zum Nachhören:

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Matthias Matuschik zum Nachhören:

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Christoph Pöschl zum Nachhören:

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Bericht über den Workshop

Erfolg mit Wort und Personality

PRESSEMITTEILUNG, 05. Juli 2011 (at)  Wer ist der Gottschalk, Jauch oder Leikermoser im Radio des 21. Jahrhunderts? Braucht man die Personality im Radio noch oder hat sie längst ausgedient? Wie viel Zeit bekommt der Moderator in der Sendung und wofür steht überhaupt das Radioprogramm? Diese Fragen diskutierten die Referenten Hans Blomberg, Moderator bei bigFM, Martin Liss, Geschäftsführer bei Energy Berlin, Matthias Matuschik, Moderator bei Bayern 3 und Christoph Pöschl von Brand Support  im Workshop „Erfolg mit Wort und Personality“. Die Moderation hatte Wolfram Tech von bci. 

Als Einstieg präsentiert Christoph Pöschl eine Studie über die Unzufriedenheit der Radiohörer: Die Themen und Gewinnspiele sind nicht interessant genug, es gibt zuviel Werbung und Eigenwerbung. Auch die Fähigkeit der Moderatoren ist nicht immer zufriedenstellend: Ihnen fehlt es vor allem an Glaubwürdigkeit, Schlagfertigkeit und einer eigenen Meinung. Grund ist der Platzmangel im Programm, so Pöschl: „Im deutschsprachigen Raum wird am Morgen immer noch deutlich mehr Musik gespielt als bei berühmten Shows in den USA oder England.“ Ein wesentlicher Unterschied zu deutschen Sendeformaten sei auch die Themensetzung, der content research. Während sich englische oder amerikanische Moderatoren über bestimmte Alltagsprobleme ihrer Hörer unterhalten (Wie war dein Wochenende? Worüber würdest du nie mit deinem Vater sprechen? In welcher Stadt haben die Leute den besten Sex?), habe diese Art der Konversation im deutschen Radio noch keine Tradition.

Matthias Matuschik berichtete von seinen Moderationserfahrungen bei Bayern 3 – und grenzt sich von den Ausführungen Pöschls deutlich ab. Er betont, wie wichtig es ist, als Moderator mutig seinen eigenen Weg zu finden und nicht ständig Amerika als Vorbild zu sehen. Dazu braucht es aber die Rückendeckung der Redaktion: „Der Programmdirektor ist wichtig, indem er mir sagt: Mach doch was du willst“. Denn eine Personality spalte auch die Hörer, davon dürfe man sich nicht beeinträchtigen lassen.

Martin Liss unterstützt Matuschik dabei – alleine kann eine “Personality” im Radio nicht groß werden, zu oft werde das Talent einzelner Moderatoren einfach übersehen: „Der Regelfall ist, das jemand wie Hans Blomberg gebrochen und nicht protegiert wird“. 15 Jahre lang habe man im deutschen Radio Personalitys „kaputt gemacht“, aus Mangel an Strukturen, die zur Förderung notwendig wären. Auf die Frage, was denn eine Radio-Personality wie Blomberg oder Matuschik ausmache, antwortete er, dass es keinesfalls nur auf Provokation ankomme: „Es zeichnet einen guten Moderator aus, dass er zwischen den Musiktiteln nicht stört, sondern bereichert.“

Referenten

Hans BlombergbigFM, Stuttgart

2011 Hans Blomberg

Hans Blomberg (34), auch bekannt als bigFM Morgenhans, hatte schon mit 17 Jahren seine erste wöchentliche Personality-Sendung “Hallo Hans” beim Lokalsender Lippewelle Hamm. 1979, direkt ...

Hans Blomberg (34), auch bekannt als bigFM Morgenhans, hatte schon mit 17 Jahren seine erste wöchentliche Personality-Sendung “Hallo Hans” beim Lokalsender Lippewelle Hamm. 1979, direkt nach dem Abi, wurde er von ffn Programmdirektor Rainer Cabanis nach Hannover geholt, wo ihm ein Volontariat und die “Hans Blomberg Show” am Nachmittag angeboten wurde. Nach 5 Jahren fühlte er sich dort durch das stärker werdende Format in seiner Personality zu sehr eingeengt und fand den Weg zu Kristian Kropp und bigFM. Seit 9 Jahren schon moderiert Hans Blomberg dort die Morningshow. 2011 wurde er für eine seiner Morningshowaktionen (bigFM Kulturschocker) mit dem baden-württembergischen Hörfunkpreis in der Kategorie “Unterhaltung” ausgezeichnet. Zuvor erhielt er bereits den Comedypreis in Niedersachsen.

Matthias MatuschikBayerischer Rundfunk,
München

Matthias Matuschik

Matthias Matuschik startete seine Karriere 1989 beim Privatsender Radio Ramasuri. Zwischen 1994 und 1998 war er Moderator bei SWF3, bevor er zu Bayern 3 wechselte. ...

Matthias Matuschik startete seine Karriere 1989 beim Privatsender Radio Ramasuri. Zwischen 1994 und 1998 war er Moderator bei SWF3, bevor er zu Bayern 3 wechselte. Nach einiger Zeit als Moderator der Morgensendung beim Ulmer Privatradio Donau 3 FM ist er seit 2007 wieder bei ARD-Hörfunkwellen zu hören: Zunächst bei WDR 2, hier moderierte er u.a. eine Personality-Show am Sonntagvormittag („Matuschik am Sonntag“). 2008 kehrte er zu Bayern 3 zurück, wo er zunächst in den Nächten auf Samstag und Sonntag mit der „Bayern 3-Kultnacht“ auf Sendung war, jetzt ist er auf Bayern 3 Montag bis Donnerstag in seiner eigenen Abendshow „Matuschke – Der andere Abend in Bayern 3“ zu hören.

Martin LissEnergy Berlin

martin-liss

Martin Liss, M.A., Jahrgang 1968, ist seit April 2011 Programmdirektor für die ENERGY-Stationen in Deutschland und seit Juni 2009 Geschäftsführer in Berlin. Zuvor war er ...

Martin Liss, M.A., Jahrgang 1968, ist seit April 2011 Programmdirektor für die ENERGY-Stationen in Deutschland und seit Juni 2009 Geschäftsführer in Berlin. Zuvor war er Direktor für Programm und Inhalte bei MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH. In dieser Funktion verantwortete er das Programmbouquet der MFD, die mobiles Fernsehen, digitales Radio und neue Mediendienste auf innovativen Verbreitungswegen (DMB, DVB-H) in Deutschland einführte. Martin Liss wirkte sechs Jahre lang als Creative Director und stv. Programmdirektor am Auf- und Ausbau von bigFM, heute einem der größten privaten Radiosender für junge Menschen in Südwestdeutschland. In dieser Zeit hat er den Sender unter anderem als Innovationsführer im Bereich „visual radio“ auf UMTS- und DMB-Basis etabliert und mehrere Medienpreise für Sendermarketing- und Sonderwerbeformen-Kampagnen gewonnen. Martin Liss arbeitete bei verschiedenen Medienunternehmen als Moderator, Redakteur, Sprecher, Reporter und Sportjournalist, bevor er 1999 mit dem Wechsel in die On Air Promotion von Hit-Radio Antenne Niedersachsen begann, strategische Aufgaben zu übernehmen.

Wolfram Techbci, Schwaig

Tech Wolfram

Wolfram Tech, Jahrgang 1964, wuchs in Tokio auf. 1983 begann er sein BWL-Studium an der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, währenddessen war er auch als Sport-, ...

Wolfram Tech, Jahrgang 1964, wuchs in Tokio auf. 1983 begann er sein BWL-Studium an der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, währenddessen war er auch als Sport-, Nachrichtenredakteur und Moderator bei Radio Charivari Nürnberg tätig. Darauf folgte 1988 ein Studium an der Los Angeles School of Broadcasters (Abschluss: Dipl. TV & Radio Broadcast Operations Manager). 1989 war er stellvertretender Leiter der Promotionabteilung sowie Moderator bei Radio Charivari Nürnberg. Von 1991 bis 1993 leitete er die Musikproduktionen und Seminare bei bci, wo er zusätzlich als Berater beschäftigt war. Anschließend kümmerte er sich um die Moderation, Aus- und Fortbildung, sowie die Online-Redaktion bei Hitradio FFH, Frankfurt. Seit 1997 arbeitet er als Berater für Medienunternehmen und ist seit 2002 Senior Consultant und Partner bei bci.

Christoph PöschlBrand Support Media
Research & Consulting, Schwaig

2011 Christoph Poeschl

begann seine Laufbahn als Leiter der Medienforschungsabteilung einer deutschen Marktforschungsfirma in Nürnberg. Im Jahr 2002 gründete Christoph Pöschl seine eigene Firma: Brand Support – Media Research ...

begann seine Laufbahn als Leiter der Medienforschungsabteilung
einer deutschen Marktforschungsfirma in Nürnberg. Im Jahr 2002 gründete Christoph Pöschl seine eigene Firma: Brand Support – Media Research & Consulting. Seit 1996 entwickelt Christoph Pöschl Programm-, Musik- und Markenstrategien für nationale und internationale Hörfunk- und TV Stationen von Medienunternehmen, wie der RTL Group (104.6 RTL), ORF (Hitradio Ö3), BR (Bayern 1/ Bayern3), SWR (SWR3/SWR1), MTV Europe (UK), Astral Media (Rock Détente, Kanada), BBC (Radio 1/Radio2) oder dem Telekommunikationsanbieter T-Mobile. Seine Spezialgebiete umfassen neben strategischer Markenführung die Entwicklung und Umsetzung von Programm- und Musikstrategien, Musik- und Programmforschung und die Koordination von Restrukturierungsprozessen.

 

Partner der Lokalrundfunktage 2012