Workshop
Fernsehen

“L-HbbTV”
Mehr lokaler Content im Fernsehen

Dienstag, 5. Juli 2011
15:00 - 16:00 Uhr
Saal Istanbul

Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet im Hbb-TV bietet dem Zuschauer vielfältige Zusatzfeatures – ob Hintergrundinfos zu Filmen oder Bestellmöglichkeiten. Für das Lokalfernsehen eröffnet diese Technologie den Weg zu einem breiteren Publikum. Wie kann Lokalfernsehen die neue Technologie einsetzen?

Ihre Technik und Programme präsentieren:

Norbert Haimerl, RFO, Rosenheim
Klaus Juli, M.E.N. Media Entertainment Networks GmbH, Berlin
Andreas Karanas, teveo interactive GmbH, Hamburg
Dr. Annette Schumacher, Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring

Moderation: Reiner Müller, BLM, München

Norbert Haimerl zum Nachhören:

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Klaus Juli zum Nachhören:

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Andreas Karanas zum Nachhören:

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Dr. Annette Schumacher zum Nachhören:

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(Präsentationen finden Sie als Link bei den jeweiligen Referenten)

Klaus Juli im Interview:

Bericht über den Workshop

Smart TV – Eine Rundfunktechnologie auch für lokales Fernsehen?

PRESSEMITTEILUNG, 05. Juli 2011 (sca) Bisher vier Millionen Endgeräte, die über TV-Empfang und Internet verfügen, sind in Deutschland verkauft worden. „Davon sind aber nur 12,5 Prozent auch tatsächlich an das Internet angeschlossen und nur 10.000 Geräte sind wirklich HbbTV tauglich“, so Reiner Müller, Technischer Leiter der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), der den Workshop „L-HbbTV – Mehr lokaler Content im Fernsehen“ im Rahmen der Lokalrundfunktage 2011 moderierte.

Ist der Markt schon bereit für HbbTV oder ist momentan lediglich die Rede von Entwicklungsmöglichkeiten? Und welche Chancen bringt HbbTV für das lokale Fernsehen? Dies waren die wichtigsten Fragen des Workshops. Norbert Haimerl, Geschäftsführer von Regional Fernsehen Oberbayern (rfo), Regional Fernsehen Landshut (rfl) und Freising im Bild (fib), vertrat die Ansicht, HbbTV (auch Smart-TV genannt) sei noch nicht weit genug verbreitet. Man müsse aber dranbleiben, bis diese neue Technologie auch beim Verbraucher angekommen sei: „Wichtig bei HbbTV ist vor allem, dass das Fernsehen noch im Vordergrund steht. Ich denke, Hybrid-TV ist, wenn überhaupt, das Geschäft der Zukunft.“

Eine andere Ansicht vertrat dagegen Klaus Juli. Der geschäftsführende Gesellschafter der Media Entertainment Networks GmbH Berlin (M.E.N.) sieht in Hybrid-TV große Chancen für lokale Fernsehanbieter. Hybrid-TV sei die Verschmelzung von TV und Internet auf dem klassischen TV-Bildschirm: „Mit HbbTV kann man Reichweitenlücken schließen. Außerdem sind alle Inhalte On Demand abrufbar, aktuelle Informationen sind auf Knopfdruck zu bekommen.“ Laut Klaus Juli liegt die Nutzung von Hybrid-TV 2011 bereits bei 5,7 Millionen. Hochgerechnet werden 2015 also 23 Millionen TV-Haushalte in Deutschland über Hybrid-TV-Gerät verfügen.

Andreas Karanas von der teveo interactive GmbH in Hamburg formulierte die Ziele für HbbTV folgendermaßen: „Mit dem Kunden in den Dialog treten, Abrufinhalte, Abonnements und Waren verkaufen, sowie interessenbezogen oder regional abgegrenzt werben, darauf kommt es zukünftig an.“ Die Möglichkeiten von HbbTV bestehen, so Karanas, unter anderem in der Personalisierung, der Interak-tion mit dem Kunden sowie der vereinfachten Abwicklung bei Käufen.

Ein alternatives Modell des Video On Demand stellte Dr. Annette Schumacher (Kabel Deutschland GmbH, Unterföhring) vor. „Wichtig für den Kunden sind Kreativität und Individualität“, unterstrich sie in ihrem Vortrag, in dem sie das Videoportal „Select Video“ vorstellte. Sie sei sich sicher, dass dieses Modell von Kabel Deutschland eine bessere Alternative zu HbbTV sei, so Schumacher.

Abschließend unterstrich Reiner Müller die großen Chancen, die HbbTV für das lokale Fernsehen darstelle, verwies jedoch gleichzeitig darauf, dass das Modell noch nicht weit genug verbreitet sei, um schon jetzt in Bezug auf lokale Fernsehangebote gut zu funktionieren. (Simona Asam)

Referenten

Reiner MüllerBLM

2011 Reiner Mueller

Nach seinem Studium der Nachrichtentechnik an der Fachhochschule in Dieburg von 1972 bis 1975 war Reiner Müller bei der Deutschen Bundespost u.a. für den Aufbau und Steuerung ...

Nach seinem Studium der Nachrichtentechnik an der Fachhochschule
in Dieburg von 1972 bis 1975 war Reiner Müller bei der Deutschen
Bundespost u.a. für den Aufbau und Steuerung der Technik für das Kabelfernsehpilotprojekt in München zuständig. Im Jahr 1985 wechselte er zur Bayerischen Landeszentrale für neue Medien als Bereichsleiter für Breitbandkabel- und Satellitentechnik. Seit 1989 ist er Technischer Leiter der BLM. Darüber hinaus ist er für die Durchführung des Art.23-Systems, einem Mitfinanzierungsystem der privaten, lokalen Fernsehanbieter in Bayern zuständig. Er ist in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung der Rundfunkübertragungstechnik in Deutschland tätig und nimmt folgende, weitere Funktionen wahr: Mitglied der Technischen Konferenz der Landesmedienanstalten, Mitglied in mehreren bundesweiten Arbeitskreisen und Projektgruppen, Mitglied des Forschungsausschusses des Münchner Kreises, Member of Steering Board from WorldDMB, Fachbeirat der Bayerischen Medientechnik GmbH, Fachbeirat der Bayern Digital Radio GmbH und Geschäftsführer der Medientage München GmbH.

Andreas Karanasteveo interactive GmbH, Hamburg

2011 Andreas Karanas

trat 1995 in die Bertelsmann AG ein, nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und mehreren beruflichen Stationen im In- und Ausland. Dort ...

trat 1995 in die Bertelsmann AG ein, nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und mehreren beruflichen Stationen im In- und Ausland. Dort war er in unterschiedlichen Vertriebs- und Managementpositionen im Unternehmensbereich Multimedia tätig. 2002 wechselte er zur Telefónica Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der spanischen Telefónica S.A., wo er bis Ende 2003 als VP Sales den Auf- und Ausbau der deutschlandweiten Vertriebsorganisation verantwortete. In den darauf folgenden vier Jahren leitete Andreas Karanas dort den Bereich Business Development und entwickelte mit einem Experten-Team aus unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens erfolgreich digitale Mehrwertdienste. Ende 2007 gründete er zusammen mit Matthias Wagner die teveo Beteiligungs GmbH mit dem Ziel, tragfähige Geschäftsmodelle in dem sich entwickelnden Markt für internetbasierte Video und TV-Dienste zu entwickeln und umzusetzen. Anfang 2010 erfolgte die Gründung der teveo interactive GmbH.

Dr. Annette SchumacherKabel Deutschland GmbH,
Unterföhring

2011 Annette Schumacher neu

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Augsburg und Santiago de Chile arbeitete Schumacher als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtstheorie, Medien- und  Telekommunikationsrecht ...

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Augsburg und Santiago de Chile arbeitete Schumacher als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtstheorie, Medien- und  Telekommunikationsrecht an der Universität Augsburg. Es folgte die Promotion. Von 2001 bis 2005 war Sie Justiziarin bei Kabel Deutschland. Seit 2005 für die Abteilung Regulierung & Public Affairs sowie das Hauptstadtbüro von Kabel Deutschland verantwortlich.

Klaus JuliM.E.N. GmbH, Berlin

Klaus Juli

Nach seinem Studium der Informatik an der TU Berlin wurde Klaus Juli 1988 Gesellschafter und Geschäftsführer der „Digital Berlin Gbr“, anschließend gründete er die ...

Nach seinem Studium der Informatik an der TU Berlin wurde Klaus Juli 1988 Gesellschafter und Geschäftsführer der „Digital Berlin Gbr“, anschließend gründete er die „CISCom GmbH“ Berlin und agierte als geschäftsführender Gesellschafter. Seit 1994 ist er Inhaber von „kj technical consulting“, einer Beratungsgesellschaft für interaktive TV-Systeme. 1996 gründete er „M.E.N. Media Entertainment Networks GmbH“ – unter anderem eine Betreibergesellschaft für Pay-TV Systeme in Hotels und Entwickler für webbasierte TV- Systeme – und hält den Posten des geschäftsführenden Gesellschafter inne. Seit 2011 ist er zudem Vorstand des ProDigitalTV eV.



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Norbert HaimerlRFO, Rosenheim

Haimerl Norbert

Bereits während des Studiums der Kommunikationswissenschaften übernahm Norbert Haimerl die Geschäftsleitung und das Kulturmanagement beim Bad Aiblinger Konzertbüro Exorbitan. Nach seinem Abschluss arbeitete er zwei ...

Bereits während des Studiums der Kommunikationswissenschaften übernahm Norbert Haimerl die Geschäftsleitung und das Kulturmanagement beim Bad Aiblinger Konzertbüro Exorbitan. Nach seinem Abschluss arbeitete er zwei Jahre in der Unternehmenskommunikation der Agentur für Kommunikation & Presse (AGP) und ein Jahr als Chefredakteur und Studioleiter beim Regional Fernsehen Rosenheim RFR, bevor er 1990 zum Programmdirektor der Gruppe Regional Fernsehen aufstieg. Seit 1998 ist Norbert Haimerl Geschäftsführer von Regional Fernsehen Oberbayern (rfo), Regional Fernsehen Landshut (rfl) und Freising im Bild (fib). Daneben ist er als Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität tätig.

 

Partner der Lokalrundfunktage 2012